Aktuelle Informationen zu Impfungen

Hepatitis-A-Impfung

In einer Veröffentlichung des Deutschen Ärzteblatt vom 14.April 2017 wird darüber berichtet, dass in Berlin zuletzt zahlreiche Hepatitis A Neuinfektionen gemeldet wurden. Das Robert-Koch Institut empfiehlt daher, den Impfstatus zu überprüfen und sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen.

Infektionsweg Hepatitis A

Die Übertragung erfolgt fäkal-oral (Spuren von Stuhlgang zum Mund) durch Kontakt- oder Schmierinfektion. Epidemische Ausbrüche können in Ländern mit niedrigen Hygienestandards auftreten und werden meist durch kontaminiertes Trinkwasser, Badewasser oder kontaminierte Lebensmittel ausgelöst. Eine Übertragung kann auch im Rahmen enger Personenkontakte oder durch Sexualkontakte, vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), erfolgen. Eine Übertragung durch Blut und Blutprodukte (auch mehrmalig genutzte Spritzenbestecke bei Drogenabhängigen) ist ebenfalls möglich.

Impfung gegen Hepatitis A

Einen schnellen Impfschutz erreicht man bereits mit 1 Impfung. Um einen langzeitigen Impfschutz (10-30 Jahre) zu erreichen, ist eine zweite Impfung erforderlich; 

Indikationsimpfung gegen Hepatitis A

In diesen Fällen ist die Hepatitis-A-Impfung eine Kassenleistung:

1.    Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
2.    Personen mit substitutionspflichtiger Hämophilie
3.    Personen in psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte
4.    Personen, die an einer chronischen Leberkrankheit, einschließlich chronischer Krankheiten mit Leberbeteiligung, leiden und keine Hepatitis A Virus-Antikörper besitzen

Reiseimpfung gegen Hepatitis A

Eine Reiseimpfung gegen Hepatitis A ist in der Regel keine Kassenleistung. Die Kosten werden allerdings von verschiedenen Krankenkassen teilweise oder vollständig übernommen. Fragen Sie sicherheitshalber bei Ihrer Krankenkasse nach! Zur Frage nach dem Hepatitis-A-Risiko bei einer Auslandsreise sollte eine reisemedizinische Beratung in unserer Praxis erfolgen.


FSME-Impfung

FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist eine durch Zeckenbiss übertragene, virale Hirnhautentzündung, die in bestimmten Risikogebieten verbreitet ist. Brandenburg und Norddeutschland sind keine FSME-Risikogebiete. Die FSME-Impfung ist für unsere Region nicht erforderlich.

Infektionsweg FSME

Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch Zeckenbiss. Eine Infektion von Mensch zu Mensch gibt es nicht.

Impfung gegen FSME

Um einen guten Impfschutz zu erreichen, sind mehrere Impfungen in vorgeschriebenen Abständen notwendig. Bei korrekt durchgeführter Grundimmunisierung ist die erste Auffrischungsimpfung nach 3 Jahren erforderlich, danach alle 5 Jahre. Eine rechtzeitige Planung der Impfungen – zum Beispiel vor einer Urlaubsreise –  ist zu empfehlen.  

Indikationsimpfung gegen FSME

Für Personen, die sich in FSME-Risiko­gebieten in Deutschland aufhalten oder die durch Freizeitaktivitäten in FSME-Risikogebieten Zecken ausgesetzt sind, übernehmen die Krankenkassen die Kosten der FSME-Impfung.

Reiseimpfung gegen FSME

Für eine FSME-Reiseimpfung werden die Kosten nur von der Krankenversicherung übernommen, wenn die Reise innerhalb Deutschlands stattfindet. Zur Frage nach dem FSME-Risiko bei einer Reise sollte eine reisemedizinische Beratung in unserer Praxis erfolgen.